Von Mutter Natur zum erfolgreichen Trading – Und der Weg des geringsten Widerstands

tf1 Team 29. Mai 2009 0

Wie oft ist es schwierig pauschal eine Aussage darüber zu treffen, wie simpel oder vielleicht doch kompliziert Aktienhandel bzw. das Trading an der Börse überhaupt sein kann. Die meisten, die etwas länger dabei sind werden sicherlich schmunzeln, wenn Sie an Ihre Anfänge denken, andere wollen (aus gutem Grund) damit vielleicht nichts mehr mit Börse zu tun haben. Und dann gibt es da Naturtalente, denen es wohl einfach gelingt.

Doch ist dies wirklich erlernbar? Und was für Typ Mensch muss man sein, um als geeigneter Kandidat im Chaos erfolgreich mitzuspielen. Nun sicher wird keiner unfreiwillig zu dieser Beschäftigung kommen, es ist eher die Neugier bzw. die Möglichkeit, eigentlich keine Grenzen zu haben. Oder gibt es doch welche?  Und hier beginnt schon die Ungewissheit. Denn es gibt auf der einen Seite sicherlich ungeahnte Möglichkeiten, doch auf der anderen wird dafür entweder Know-how, Naturtalent, Disziplin oder Theorie über die Wahrscheinlichkeiten abverlangt. Oder wie so oft, eine Mischung von Allem.

Aber was ist mit dem geringen Widerstand? Nun zum ersten könnte man behaupten dass die Natur von Haus aus so tickt. Das Wasser folgt bekanntlich der Schwerkraft und wenn es dunkel wird, werden wir auch zufällig müde und müssen unsere Akkus laden. Das alles ist aber nicht Zufall, sondern eine Anreihung sehr sinnvoller Ereignisse, die einen Kreislauf schließen, und dabei gewisser Maßen auch Grenzen definieren. Damit wird zum Beispiel auch deutlicher, welcher Gemütszustand beim erfolgreichen Handel wohl am produktivsten ist – aber sicher nicht alleine entscheidend sein kann – Er stellt damit eine Limitierung dar. Denn es stehen schon andere Gefühle parat, um beim Chaos Börse auf der falschen Seite zu stehen.

Denken wir nur einmal an die Euphorie und Gier.  Sie sind keine Helfer, jedoch in der Chemie des Menschen integriert und ein fester Bestandteil. Wozu? Wenn sie uns ja nicht helfen? Versuchen Sie, mal das zu erklären. Ein guter Beweis für den geringsten Widerstand und dessen Begründung für die Sinnhaftigkeit an der Börse ist ganz einfach der Trend. Er ist einfacher. Einfacher deshalb, weil er einfacher zu identifizieren ist, als der so oft herbeigesehnter Gegner  Trendwechsel des besagten Mr. Timing. Der bewiesener Maßen selten zu der Ehre kommt, Recht zu bekommen.

Trotzdem liegt es in der Natur des Menschen, sich selbst oft zu beweisen und Recht zu bekommen. Damit stellt sich die Frage nach der richtigen Dosis EGO eines erfolgreichen Börsianers. Oder hat er für so was keine Zeit? Und ist in diesem Moment gewissermaßen nur ein Arbeiter, der nach Anweisung folgt? Wer gibt aber die Anweisung? Es scheint so, dass je mehr Fragen man versucht zu beantworten, desto mehr Fragen werden aufgeworfen. Manche Dinge werden jetzt schon, teils aus Routine, teils auch bewusst getan. Die schwierigste Aufgabe eines Traders ist jedoch die Überwindung der eigenen, inneren Widerstände, seine eigene Entscheidung zu überdenken und gegebenenfalls zu verwerfen. Ist es doch einfacher an der bisher getroffenen Entscheidung fest zu halten. Es wäre auch der Weg des geringsten Widerstandes. Aber da genau liegt die Herausforderung: Nicht gegen den Markt zu „denken“ sondern seine eigene Einschätzung immer wieder zu revidieren und den Gegebenheiten anzupassen.

Ganz einfach. Eigentlich.

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