Social Trading 2012

tf1 Team 22. Februar 2012 0
Social Trading 2012

Der Erfolg von facebook, twitter und Youtube weitet sich in rasantem Tempo auch in die Finanzwelt aus. Privatanleger handeln in sozialen Netzwerken und veröffentlichen ihre Trades für jedermann. Daraus entsteht eine vollkommen neue Art zu investieren.

Bisher herrscht immer noch die landläufige Meinung vor, dass Trading nur etwas für die Experten in Banken und Fondsgesellschaften ist. Schließlich verfügen sie über die größte Informationsdichte, haben mehr oder weniger in Realtime darauf Zugriff und sind häufig in ein weltweites Expertenteam eingebunden, das Input für die Datenauswertung und -analyse liefert. Jüngste Untersuchungen haben allerdings erneut die gegenwärtige Meinung bestätigt, dass die wenigsten Fondsmanager dauerhaft ihren Vergleichsindex schlagen.

Vor allen in unruhigen Börsenzeiten scheint es den Anlageprofis besonders schwer zu fallen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Bezogen auf zehn bzw. zwanzig Jahre gelingt es nur weniger als einem Drittel der aktiv gemanagten Investmentfonds, besser als der Vergleichsindex abzuschneiden. So verwundert es nicht, dass den Anlageexperten in den Finanzdienstleistungsinstituten mehr und mehr Konkurrenz durch Anleger erwächst, die online in sogenannten sozialen Netzwerken sehr erfolgreich investieren.

Social Trading

Social Investing-Plattformen, wie etoro (siehe auch das Promotion Video von etoro Deutschland) sind spätestens seit Facebook inzwischen weit verbreitet und ermöglichen den Tradern, nach Anmeldung transparent zu handeln und von den Erfahrungen der anderen Trader zu profitieren. Dies geschieht nicht nur im Diskussionsprozess, sondern die Akteure legen ihre Tradingaktivitäten komplett offen, machen sie für jedermann transparent und in Echtzeit nachvollziehbar.

Zudem werden die wichtigsten Parameter des Track Records eines Traders sichtbar, nicht nur seine durchschnittliche Rendite, Investment-Strategie und Anlage-Portfolio, sondern auch das Risiko, das er dafür eingeht. Die daraus resultierenden Rankings der Plattform gleichen auf den ersten Blick zwar jenen der Fondsindustrie, aber sie sind wesentlich individueller – der private Trader, der jetzt indirekt das Geld anderer Privat-Investoren managt, wird betrachtet, nicht ein Team – und sie wurden mit eigenem Geld umgesetzt.

Zentrales Thema der Anlageentscheidungen: Qualität – Risiko – Rendite

Die Qualität bei Risiko/Rendite und in der Kommunikation eines erfolgreichen Traders wird zudem dokumentiert durch die Zahl seiner sogenannten Kopierer, also jener Trader, die seine Anlageentscheidungen genau nachbilden. Diese Qualitätsbestimmung, als Resultat individueller Zustimmung, hat sich bislang als sehr wirkungsvoller Indikator für die Anlageentscheidungen
eines Traders erwiesen.

Immer wieder haben Finanzprofis zum Start unserer Social-Investing-Plattform prophezeit, dass Transparenzmodelle in Geldangelegenheiten nicht funktionieren werden: „Über Geld spricht man nicht.“ Offenbar doch, man lässt andere gern daran teilhaben. Mittlerweile hat eToro als größtes weltweites Trading-Netzwerk mehr als 1,7 Millionen Nutzer, 70.000 Trader
sind nahezu täglich real an den Märkten aktiv, und das in 140 Ländern.

Social Investing, das wirklich nur auf Lern- und Informationsselektionsprozessen und nicht auf selbsterfüllenden Prophezeiungen basiert, lässt sich sinnvollerweise nur in hochliquiden Märkten umsetzen. Dies sind vor allem Devisen, Rohstoffe und große Aktienindizes. Entsprechend sind die meisten Social-Investing-Plattformen in diesen Bereichen aktiv. Die Trader können bereits mit 50 US-Dollar ein Konto eröffnen, was den Einstieg von Privatanlegern mit kleinerem Geldbeutel ermöglicht. Noch nicht so erfahrene Trader haben die Möglichkeit, über ein Demokonto und e-Learning-Formate ihre Kenntnisse zu verbessern und ohne Risiko zu üben.

» Laut Etoro Studie verbesserten sich die Ergebnisse der Trader von 10 bis zu 100 Prozent.
Auch der Anteil von Gewinnen gegenüber Verlusten erhöhte sich um 8 bis 12 Prozent. «

Funktioniert die Informationsweitergabe wirklich? Gibt es eine „unsichtbare Hand“ beim Social Investing? Jenseits der wissenschaftlichen Überprüfung und den nackten Zahlen hat mich persönlich ein Beleg für die Effizienz sozialer Netzwerke besonders beeindruckt. Als das Erdbeben und der folgende Tsunami Japan im Frühjahr 2011 heimsuchten, hat das soziale Netzwerk als gespenstischer Seismograph funktioniert. Unmittelbar nach dem Beginn der Katastrophe, bevor die furchtbaren Nachrichten in Windeseile über die großen Agenturen wie Bloomberg und Reuters in die Welt gejagt wurden, zeigte sich im eToro-Netzwerk eine drastisch erhöhte Aktivität zum Beispiel beim Dollar/Yen-Trading.

Quelle: Etoro Website

Bei eToro kann ein Trader gegenwärtig maximal zehn Tradern folgen und darf nicht mehr als 20 Prozent seines Guthabens für einen einzelnen „Guru“ einsetzen. Des Weiteren kann nicht mehr als 20 Prozent des Guthabens in eine einzige Trade-Position investiert werden. Damit wird sichergestellt, dass die Nutzer ihr Portfolio in ausreichendem Maße diversifizieren. Auch kann der kopierende Trader jederzeit aus den Trades wieder aussteigen oder auch nur einzelne Order wieder schließen beziehungsweise
andere fortsetzen.

Weisheit der Masse

Erste Beobachtungen bestätigen, dass durch das Handeln in einem sozialen Netzwerk die Ergebnisse deutlich gesteigert werden können. Bei Vergleichen zwischen üblichen Handelsgeschäften und Handelsgeschäften, die mittels der CopyTrader-Funktion ausgeführt wurden, stellte eToro fest, dass nachgeahmte Transaktionen sowohl bessere Erfolgsquoten als auch höhere durchschnittliche Gewinne pro Trade aufweisen. Die Ergebnisse Ergebnisse der Trader verbesserten sich zwischen 10
bis zu 100 Prozent. Auch der Anteil von Gewinnen gegenüber Verlusten erhöhte sich um 8 bis 12 Prozent.

Informationsselektion

Diese Beobachtung lässt eToro durch seine Teilnahme an einer wissenschaftlichen Studie überprüfen. Die Studie wird am Media Lab am Massachusetts Institute of Technology (MIT) durchgeführt und untersucht im Rahmen des „Workshop on Information in Networks“ (WIN) der NYU Stern School of Business, inwiefern Informationen in sozialen Netzwerken gesellschaftliche Prozesse und wirtschaftliche Ergebnisse beeinflussen. Dazu wird das Feld der interdisziplinären computergestützten Erforschung sozialer Systeme herangezogen und mithilfe von unterschiedlichen Fachdisziplinen, unter anderem Computerwissenschaft, Wirtschaftswissenschaft, Physik und Politikwissenschaft, analysiert, wie die Verbreitungsdynamik von Informationen in Netzwerken funktioniert.

Social Trading unterstützt die virale Verbreitung von potenziell wertvollen Informationen und fungiert damit als eine Art Filter, der lediglich die Verbreitung von wertvollen Informationen zulässt. Nach den Untersuchungen von Dr. Altschuler, leitender Wissenschaftler der Studie am MIT Media Lab, können die Bedingungen, unter denen die beiden beschriebenen Prozesse stattfinden, mathematisch berechnet werden. Anbietern von Social-Trading-Plattformen gibt das Wissen um die Verhaltensmuster der Trader sowie die Funktionsweise der Informationsverbreitung die Möglichkeit, neue Tools und Systeme für ihre Nutzer zu entwickeln. Erste Ergebnisse werden in circa einem halben Jahr erwartet.

„Sobald Personen Einblick Ihre Trading Aktivität gewähren und Ihre Trading Erträge mit anderen teilen, kann es dazu führen, dass ein erheblicher Wohlstand für die gesamte Trading Community erzielt wird. eToro OpenBook ermöglicht genau dieses. „ schreibt Reuters

Fazit

Durch soziale Netzwerke entstehen neue Märkte, in denen kollektives Wissen zum Vorteil aller Teilnehmer zur Verfügung gestellt wird. Diese Märkte sind offen, transparent, äußerst effektiv und liquide. Sie treffen auf den Wunsch der Anleger, mehr Verantwortung für ihre Vermögensanlage zu übernehmen und aktiv an den Märkten teilzunehmen. Das Potenzial ist enorm und Social Trading birgt die Fähigkeit, die finanziellen Märkte zu revolutionieren.

Autor: Johnathan Assia
Quelle: dwpbank transaction 2011/041
Etoro Webseite

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