Erfahrungsbericht OEC Trader – Teil 1

tf1 Team 25. Mai 2009 3
Erfahrungsbericht OEC Trader – Teil 1
  • Funktionsumfang
  • Geschwindigkeit
  • Ergonomie
  • Support
  • Gesamteindruck

Ich habe mich intensiv mit dem OEC Trader beschäftigt und nach einer mehrmonatigen Testphase auch ein Livekonto bei Open E Cry über tf1 eröffnet. Die Tests waren sehr ausführlich und ich habe die Ergebnisse in einer Artikelserie für tf1 zusammengefasst. Es wird neben der Einleitung noch einen Text zum Charting, mit dem Schwerpunkt zum Personalisieren der Plattform, einen Artikel zum Trading inkl. Daten und eine Art Conclusio geben.

Hinweis: Den OEC Trader gibt es auch bei ADIF Brokerage mit 10% Rabatt für tf1!

Kurz vorweg zu meiner Person, Background und Handelsstil. Ich bin 41 Jahre und war in den letzten 15 Jahren als Projektmanager mit dem Aufbau und der Leitung mehrerer Firmen beschäftigt. Nachdem ich nebenbei immer mit Wertpapieren gehandelt habe, machte ich vor mehreren Jahren mein Hobby zum Beruf.

 

Das kurzfristige Trading, um das es hier ja hauptsächlich geht, spielt sich bei mir in verschiedenen Timeframes ab. Ich verwende für den Handel aggregierte Tickcharts bis zum 15 min Chart. Die durchschnittliche Haltedauer eines Trades ist im Bereich von 30 min. Für den großen Überblick verwende ich auch 60min Charts. Gehandelt werden nur hochliquide Futures an Börsen in Europa und in den USA.

Ich handle aktiv ca. 4 Stunden am Tag und verwende den Rest des Tages für Handelsvorbereitung, Dokumentation und Research. Wobei zum Research auch der Test von am Markt befindlichen Handelsplattformen, Chartingtools und Datenanbietern mittels Demos gehört. Die Tests beschränken sich hauptsächlich auf die von mir benötigten Funktionen. Die Ergebnisse müssen somit nicht für jeden Trader gleich aussagekräftig sein.

Aufmerksam wurde ich auf tf1 in einem Forum. Da die angebotenen Konditionen sehr verlockend aussahen, habe ich mich für eine Demo des OEC Traders bei tf1 angemeldet. Die Gebühren für den Roundturn waren gegenüber europäischen Brokern konkurrenzlos günstig und auch im Vergleich zu anderen US Brokern sehr interessant. Einmalig ist, dass für die vollständige Plattform, incl. Daten und Kontoführung keine Kosten anfallen und somit bis zu mehreren Hundert Euro im Vergleich zu anderen Anbietern im Monat eingespart werden können.

Anmeldung und Installation waren denkbar einfach und unter Windows XP läuft die Software sehr stabil. Auf meinem Apple Notebook unter Leopard lief die Software nicht. Erst nach Installation von XP unter Parallels und/oder Bootcamp funktioniert der OEC Trader auch auf dem MacBook fehlerlos. Die Demo Version ist für 2 Wochen kostenlos und muss anschließend neu angemeldet werden oder die bestehende verlängert werden. Die Verlängerung kostet $20 pro Monat. Das sind die einzigen Fixkosten die ich bis jetzt entdecken konnte.

OEC Trader Plattform – OEC Demo Version

Auf den ersten Blick war die OEC Plattform sehr einfach und intuitiv zu bedienen und zusätzlich gibt es für Detailfragen eine sehr ausführliche Betriebsanleitung und Video Tutorials. Wer bereits Erfahrung mit anderen Handelplattformen hat, wird bei einem allfälligen Umstieg wenig Probleme haben. Doch der wichtigste Punkt, der mich zu einer ausführlichen Beschäftigung mit der Software veranlasste, war der Umfang des Paketes. Der OEC Trader ist eine integrierte Software mit Charting, Tradingtool, Risk Manager,  Real Time und historischen Daten für Future und Forex Märkte. Neben der Stabilität ist dieser Umstand der für mich wichtigste Vorteil. Vorbei sind die Zeiten wo man sich mit verschiedenen Ansprechpartnern eine Handelsoberfläche zusammenstellen musste und bei einer nicht ausgeführten Order sich der Broker auf die Ordereingabe im Charttool bezog, der Ansprechpartner beim Charting Anbieter von einem Datenfehler sprach und der Datenanbieter mir einen angeblich schon länger bekannten Fehler in der API des Brokers erklärte. Auch für den Support gibt es nur mehr einen Ansprechpartner. Ein Umstand, der bei anderen integrierten Plattformen längst nicht selbstverständlich ist.

In der OEC Trader Demo Version habe ich mir anschließend meinen Bildschirmaufbau für die Analyse inklusive dem Handel erstellt. Die Plattform unterstützt beliebig viele Bildschirme. Mit den Chart Profilen lassen sich die Parameter des einzelnen Charts formatieren. Die Auswahl- und Kombinationsmöglichkeiten von Darstellung, Farben, Schriften, Linien usw. sind beinahe unbegrenzt.

Die getroffenen Einstellungen für den einzelnen Chart lassen sich unter Templates als Vorlage für weitere Charts und der gesamte Bildschirmaufbau unter Layouts abspeichern.

Um neben der Bedienung auch im Handel die notwendige Sicherheit zu erlangen, führte ich über 100 Trades mit meinen Setups durch. Auch die Trade Mode Funktion konnte mich in den Punkten Einstellungsmöglichkeiten, Sicherheit und Schnelligkeit überzeugen. So entschloss ich mich auch ein Live Konto zu beantragen.

Die Eröffnung eines Live Kontos ist für einen US Broker denkbar einfach und auch mit eventuell nur rudimentär vorhandenen Englischkenntnissen leicht in ein paar Minuten online zu bewältigen. Die Einrichtung eines Euro Kontos und die Erstüberweisung wurden ebenfalls in wenigen Tagen abgewickelt. Das Euro Konto wird in Großbritannien in Form eines Segregated Account geführt. Somit können Überweisungen oder Abhebungen einfach mit einer EU Überweisung getätigt werden.

Jetzt war ich an einem weiteren für mich entscheidenden Punkt angelangt. Die Übernahme der Einstellungen, Templates, Programmierungen, Tradeeinstellungen und Layouts, die ich in der Demo vorbereitet hatte, in die Live Version. Es stellte sich heraus, dass beide Versionen vollständig kompatibel sind und die Übernahme ohne irgendwelche Probleme in wenigen Minuten zu bewerkstelligen ist.

Auch die Live Trades funktionierten schnell und sicher, wie ich es aus der Demo gewohnt war.

Für technische Notfälle habe ich die Plattform auf 2 verschiedenen Rechnern installiert. Man kann die Software gleichzeitig auf beiden Computern öffnen. Anmelden und handeln ist jedoch nur auf einem möglich. Die Neuanmeldung dauert jedoch nur Sekunden und man ist bei einem  Ausfall der Hardware, Software oder einer Internetverbindung sofort wieder handlungsfähig.

Im nächsten Artikel werde ich dann näher auf die besten Hilfsmittel im Bereich des Chartings eingehen.

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3 Meinungen »

  1. admin 25. Mai 2009 at 17:20 - Reply

    An dieser Stelle ein herzliches Lob an Norgre vom ganzen tf1 Team für den ersten Gastbeitrag! Vielen Dank.

    Gespannt warten wir auf die Fortsetzung 🙂

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  2. Ecart 29. Mai 2009 at 15:13 - Reply

    @Norgre

    Vielen Dank für diesen sehr informativen Beitrag und ich freue mich schon auf die baldige Fortsetzung. Werde den etwas anderen Weg gehen, bin 54 Jahre und habe vor nach dem ‚Arbeitsleben‘ das ‚Traden‘ als ein (anspruchvolles) Hobby zu betreiben.
    Ecart

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  3. Dr.Forex 29. Mai 2009 at 19:21 - Reply

    @norgre
    Finde ich echt toll, dass sich jemand die Mühe macht, sich hinsetzt und über seine Erfahrungen einen solch ausführlichen Bericht verfaßt, um damit völlig selbstlos sein Wissen mit einem Anfänger wie z.B. mir in Sachen Futures, sein Wissen teilt. Das erspart einem wochenlange eigene Recherchen zu solch wichtigen Themen.

    Weiter so – bin schon sehr gespannt auf die Forsetzung! 🙂

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